Salta il contenuto
🚚 Schneller Versand aus Deutschland (1–3 Tage)
Vertrauen von 200.000+ Kunden
🧲 Magnet-Spezialist seit 2017
🎉 Neukunden: 10% Rabatt mit Code WELCOME10

Temperaturbeständigkeit

Ratgeber · Technik

Temperaturbeständigkeit von Magneten – Grenzwerte & Auswahl

Die Temperaturbeständigkeit beschreibt, wie gut ein Magnet seine magnetischen Eigenschaften bei unterschiedlichen Temperaturen behält. Sie ist ein entscheidender Faktor für die Auswahl des richtigen Magneten – besonders in technischen und industriellen Anwendungen.

Kurz erklärt: Jeder Magnetwerkstoff hat eine maximale Einsatztemperatur. Standard-Neodym ist bis ca. 80 °C einsetzbar, Hochtemperatur-Güten bis ca. 230 °C. Hartferrit hält bis ca. 250 °C, SmCo bis ca. 350 °C und AlNiCo bis ca. 550 °C. Oberhalb der Grenztemperatur verlieren Magnete dauerhaft an Kraft – die Werte sind Richtwerte.
Neodym-, Ferrit-, SmCo- und AlNiCo-Magnete mit unterschiedlicher Temperaturbeständigkeit

Warum ist Temperaturbeständigkeit wichtig?

Magnete können bei hohen Temperaturen an Magnetkraft verlieren oder dauerhaft entmagnetisiert werden. Jeder Magnettyp besitzt eine maximale Einsatztemperatur, die nicht überschritten werden sollte.

Welcher Werkstoff geeignet ist, hängt stark von der Betriebstemperatur ab. Einen vollständigen Überblick über die Kennwerte geben unsere magnetischen Kennwerte; Begriffe erklärt das Magnetismus-Lexikon.

Maximale Einsatztemperatur nach Magnettyp

Auswahl der passenden Magnet-Beschichtung nach Einsatzbedingungen wie Feuchtigkeit und Temperatur" alt="Verschiedene Magnettypen und ihre maximale Einsatztemperatur, symbolisiert durch Hitze" class="sm-photo">

Richtwerte für die maximale Betriebstemperatur der gängigen Magnetwerkstoffe:

Magnettyp Max. Einsatztemperatur* Hinweis
Neodym (NdFeB) ~80 °C (Standard) bis ~230 °C (Hochtemp.-Güten) stark güteabhängig, siehe Temperaturklassen
Hartferrit bis ~250 °C günstig, korrosionsbeständig
SmCo (Samarium-Cobalt) bis ~350 °C sehr temperaturstabil
AlNiCo bis ~550 °C höchste Temperaturbeständigkeit

* Alle Werte sind Richtwerte und material-/bauformabhängig. Für hohe Temperaturen führen wir SmCo- und AlNiCo-Magnete für B2B-Projekte.

Neodym: Temperaturklassen im Überblick

Neodym-Magnete gibt es in verschiedenen Temperaturklassen. Der Buchstabe hinter der Güte gibt die maximale Betriebstemperatur an (Beispiel: N42SH = Güte N42, Temperaturklasse SH).

Temperaturklasse Kurzzeichen Max. Betriebstemperatur*
Standard N ~80 °C
Medium M ~100 °C
High H ~120 °C
Super High SH ~150 °C
Ultra High UH ~180 °C
Extra High EH ~200 °C
Angstrom / Top High AH / TH ~230 °C

* Richtwerte; die tatsächliche maximale Betriebstemperatur hängt zusätzlich von Bauform, Betriebspunkt und Luftspalt ab. Verbindliche Angaben liefert das Datenblatt der jeweiligen Güte.

Reversibel, irreversibel und Curie-Temperatur

Wie sich Wärme auf einen Magneten auswirkt, hängt davon ab, wie hoch die Temperatur gegenüber der Grenztemperatur liegt:

Reversibel

Unterhalb der max. Betriebstemperatur sinkt die Haftkraft mit der Wärme, kehrt beim Abkühlen aber wieder zurück. Für NdFeB gilt: Remanenz Br ca. −0,12 %/°C, Koerzitivfeldstärke Hcj ca. −0,5 bis −0,6 %/°C.

Irreversibel

Wird die max. Betriebstemperatur überschritten, bleibt ein Teil der Magnetkraft dauerhaft verloren – auch nach dem Abkühlen. Deshalb immer Sicherheitsreserve einplanen.

Curie-Temperatur

Oberhalb der Curie-Temperatur verliert der Magnet seinen Magnetismus vollständig. Bei NdFeB liegt sie bei ca. 310–340 °C – deutlich über der zulässigen Einsatztemperatur.

Einfluss der Temperatur auf Magnete

Steigende Temperaturen wirken sich in mehrfacher Hinsicht aus:

  • Reduzierung der Haftkraft bei steigender Temperatur
  • Dauerhafte Entmagnetisierung bei Überschreitung der Grenzwerte
  • Veränderung der magnetischen Eigenschaften
  • Leistungsabfall in technischen Anwendungen (z. B. Motoren, Sensorik)

Tipps für den Einsatz bei hohen Temperaturen

Auswahl der passenden Magnet-Beschichtung nach Einsatzbedingungen wie Feuchtigkeit und Temperatur" alt="Magnete im Hochtemperatur-Einsatz in einer industriellen Umgebung" class="sm-photo">

So wählen Sie den passenden Magneten für warme Umgebungen:

  • Magnettyp und Güte passend zur Betriebstemperatur wählen (bei hoher Wärme SmCo oder AlNiCo statt Standard-Neodym)
  • Sicherheitsreserve zur Grenztemperatur einplanen
  • Direkte Hitzeeinwirkung vermeiden
  • Magnete vor schnellen Temperaturschwankungen schützen

Wichtiger Hinweis

Die tatsächliche Temperaturbeständigkeit hängt von Material, Bauform und Einsatzbedingungen ab. Für kritische Anwendungen sollten stets technische Datenblätter und eigene Tests herangezogen werden. Bei Projektfragen unterstützt Sie unser Team – siehe Firmenkunden.

Häufige Fragen zur Temperaturbeständigkeit

Die wichtigsten Antworten rund um Magnete und Temperatur:

Welcher Magnet hält die höchste Temperatur aus?

Am temperaturbeständigsten ist AlNiCo mit bis zu ca. 550 °C, gefolgt von SmCo mit bis zu ca. 350 °C. Beide sind für Hochtemperatur-Anwendungen die erste Wahl.

Bis zu welcher Temperatur sind Neodym-Magnete einsetzbar?

Standard-Neodym (N-Klasse) ist bis ca. 80 °C einsetzbar. Höhere Temperaturklassen reichen weiter: M ~100 °C, H ~120 °C, SH ~150 °C, UH ~180 °C, EH ~200 °C und AH/TH bis ca. 230 °C.

Was bedeuten Kürzel wie N42SH?

Die Zahl steht für die Güte (Energiedichte), der Buchstabe dahinter für die Temperaturklasse. N42SH bedeutet also Güte N42 in der Temperaturklasse SH (max. ca. 150 °C).

Verlieren Magnete bei Hitze dauerhaft ihre Kraft?

Unterhalb der maximalen Betriebstemperatur ist der Verlust reversibel – die Kraft kehrt beim Abkühlen zurück. Oberhalb davon tritt ein dauerhafter (irreversibler) Verlust ein, oberhalb der Curie-Temperatur geht der Magnetismus vollständig verloren.

Was ist die Curie-Temperatur?

Die Curie-Temperatur ist die Temperatur, oberhalb derer ein Werkstoff seinen Magnetismus vollständig verliert. Für NdFeB liegt sie bei ca. 310–340 °C, also deutlich über der zulässigen Einsatztemperatur.

Wie stark verliert Neodym pro Grad an Kraft?

Die Remanenz von NdFeB sinkt reversibel um ca. 0,12 % pro Grad Celsius. Innerhalb der zulässigen Temperatur ist dieser Rückgang beim Abkühlen wieder ausgeglichen.

Welchen Magneten wähle ich für Hochtemperatur-Anwendungen?

Für dauerhaft hohe Temperaturen eignen sich SmCo oder AlNiCo, alternativ Neodym in einer Hochtemperatur-Güte (z. B. SH, UH, EH). Gern beraten wir Sie bei der Auswahl – siehe technische Informationen (B2B).

Confronta Prodotti

{"one"=>"Seleziona 2 o 3 articoli da confrontare", "other"=>"{{ count }} di 3 elementi selezionati"}

Seleziona il primo elemento da confrontare

Seleziona il secondo elemento da confrontare

Seleziona il terzo elemento da confrontare

Confrontare