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Ferrit-Magnete

Magnetismus-Lexikon

Ferrit-Magnete – günstige, robuste und korrosionsbeständige Dauermagnete

Ferrit-Magnete (Hartferrit aus Strontium- oder Bariumferrit) sind kostengünstige, gesinterte Permanentmagnete. Sie rosten nicht, sind gut temperaturbeständig und sehr langlebig. Ihre Haftkraft ist geringer als die von Neodym-Magneten – dafür sind sie unschlagbar wirtschaftlich und wartungsarm. Ideal für Haushalt, Büro, Werbung, Schule, Lautsprecher und leichte Halteaufgaben.

Sammlung matter dunkelgrauer Ferrit-Magnete in verschiedenen Formen - Bloecke, Scheiben und Ringe - auf gebuersteter Stahlflaeche
Ferrit-Magnete als Blöcke, Scheiben und Ringe – günstig und rostfrei.
Hersteller-direktRostfrei & langlebig Günstige Meterware & StückVersand in 24–48 h Beratung DE/EN Hersteller-direktRostfrei & langlebig Günstige Meterware & StückVersand in 24–48 h Beratung DE/EN

Was sind Ferrit-Magnete?

Ferrit-Magnete – auch Hartferrit- oder Keramikmagnete genannt – bestehen aus gesintertem Strontium- oder Bariumferrit. Das Ausgangsmaterial ist im Kern Eisenoxid, also günstig und reichlich verfügbar. Das macht Ferrit zum wirtschaftlichsten Dauermagneten überhaupt.

Ferrit ist hart, spröde und rostfrei: Er benötigt keine Schutzbeschichtung und hält Feuchtigkeit, Chemikalien und Wärme gut aus. Die Haftkraft ist moderat – deutlich geringer als bei Neodym, aber für die meisten Alltags- und leichten Technikaufgaben völlig ausreichend. Alle Werte hier sind Richtwerte und gegen das Datenblatt zu prüfen.

Makroaufnahme eines matten dunkelgrauen Ferrit-Blockmagneten mit koerniger Sinter-Keramikoberflaeche auf Stahl
Gesinterter Hartferrit: matte Keramik, rostfrei und ohne Beschichtung einsetzbar.

Formen und Ausführungen

Ferrit-Magnete gibt es in vielen Standardformen – und in zwei magnetischen Güten:

Blöcke & Quader

Die Klassiker für Halte- und Befestigungsaufgaben, Magnettafeln und einfache Vorrichtungen.

Scheiben & Ronden

Flache Rundmagnete für Displays, Bastelarbeiten und leichte Verschlüsse.

Ringe

Mit Bohrung – für Lautsprecher, Motoren und zum Verschrauben.

Isotrop vs. anisotrop

Isotrope Ferrite sind in mehrere Richtungen magnetisierbar; anisotrope (ausgerichtete) bieten die deutlich höhere Haftkraft.

Uebersicht verschiedener Ferrit-Magnetformen - Bloecke, Scheiben und Ringe - flach von oben angeordnet
Ferrit gibt es in vielen Standardformen – block, rund und als Ring mit Bohrung.
Tipp: Wenn du bei kleiner Fläche maximale Kraft brauchst, sind Neodym-Magnete die stärkere Wahl. Muss es hitzefest sein, lohnt der Blick auf AlNiCo- oder SmCo-Magnete.

Typische Anwendungen von Ferrit-Magneten

Günstig, rostfrei und zuverlässig – das macht Ferrit zum Allrounder für Alltag und Technik:

Kuehlschrankmagnete und Notizhalter halten Zettel an einer Stahltuer

Haushalt & Büro

Klassische Kühlschrankmagnete, Notizhalter und Organisationslösungen für Zuhause und Arbeitsplatz.

Ferrit ansehen
Werbedisplay mit magnetisch gehaltenen Schildern und Karten

Werbung & Präsentation

Einsatz in Displays, Werbetafeln und in Kombination mit Magnetfolien für wechselnde Botschaften.

Magnetfolien ansehen
Whiteboard im Klassenzimmer mit runden Ferrit-Magneten, die Karten halten

Schule & Bildung

Auf Whiteboards und Lehrtafeln halten Ferrit-Magnete Karten, Poster und Lernmaterialien zuverlässig.

Ferrit ansehen
Rueckseite eines Lautsprechers mit grossem runden Ferrit-Ringmagnet

Elektronik

Ein Klassiker in Lautsprechern, einfachen Motoren und elektronischen Bauteilen – günstig und zuverlässig.

Technische Infos (B2B)
Werkstattwand mit Ferrit-Magneten, die leichte Werkzeuge und Metallteile halten

Werkstatt & Handwerk

Für leichte Befestigungs- und Halteanwendungen, Werkzeughalter und einfache Vorrichtungen.

Ferrit ansehen
Industrielle Baugruppe mit Ferrit-Blockmagneten fuer leichte Halteaufgaben

Industrie

Anwendungen mit geringeren Anforderungen an die Haftkraft, bei denen Wirtschaftlichkeit und Korrosionsbeständigkeit zählen.

Sonderanfertigung (B2B)

Nicht sicher, welcher Magnettyp passt? Grundlagen und Begriffe erklärt das Magnetismus-Lexikon.

Technische Daten – Ferrit-Magnete (Richtwerte)

Typische Kennwerte gesinterter Hartferrite (Sr/Ba). Die Werte hängen von Güte (isotrop/anisotrop) und Sorte ab. Alle Angaben sind Richtwerte und im Einzelfall gegen das Datenblatt zu prüfen.

Kennwert Richtwert / Hinweis
Werkstoff Hartferrit (Strontium-/Bariumferrit), gesintert
Remanenz Br ca. 0,2–0,45 T (anisotrop höher als isotrop)
Koerzitivfeldstärke Hc ca. 180–400 kA/m (gute Entmagnetisierungsstabilität)
Energieprodukt BHmax ca. 6,5–40 kJ/m³ (ca. 0,8–5 MGOe)
Curie-Temperatur ca. 450 °C
Max. Einsatztemperatur ca. 250 °C (sortenabhängig)
Temperaturkoeffizient Br ca. −0,2 %/°C
Korrosion Sehr gut beständig; rostet nicht, keine Beschichtung nötig
Mechanik Hart und spröde; nicht spanend bearbeitbar, nur schleifen
Kosten Sehr günstig – wirtschaftlichster Dauermagnet

Richtwerte, keine Zusicherung. Physikalische Grundlagen: magnetische Kennwerte & Magnetdaten.

Ferrit, Neodym, AlNiCo oder SmCo?

Ferrit ist der günstige, rostfreie Allrounder – nicht der Stärkste. Die Auswahl hängt von Haftkraft, Temperatur, Korrosionsumgebung und Budget ab.

Merkmal Ferrit Neodym (NdFeB) AlNiCo SmCo
Energieprodukt gering sehr hoch mittel hoch
Max. Temperatur ~250 °C ~80–200 °C ~450–550 °C ~250–350 °C
Korrosion sehr gut (rostfrei) schlecht (Beschichtung) gut gut
Entmagnetisierung gut beständig schwer leicht schwer
Preis günstig mittel mittel–hoch hoch
Typische Nutzung Alltag, Haushalt, Audio Halten, Greifen, Technik Sensorik, Hitze Hitze + mehr Kraft

Maximale Kraft bei Raumtemperatur? Neodym-Magnete – maximale Kraft auf kleinstem Raum.

Vorteile von Ferrit-Magneten auf einen Blick

Kostengünstig & wirtschaftlich

Der preiswerteste Dauermagnet – ideal für große Stückzahlen.

Rostfrei

Hohe Korrosionsbeständigkeit, keine Schutzbeschichtung nötig.

Gut temperaturbeständig

Einsatz bis rund 250 °C (sortenabhängig).

Langlebig & wartungsarm

Robust im Dauereinsatz, unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

Ideal für den Alltag

Zuverlässig für leichte Halte- und Alltagsaufgaben.

Wichtiger Hinweis zur Anwendung

Ferrit-Magnete haben im Vergleich zu Neodym eine geringere Haftkraft. Die tatsächliche Leistung hängt von Oberfläche, Material und Einsatzbedingungen ab. Entscheidend ist der Luftspalt: Für optimale Ergebnisse sollte der Magnet direkt und vollflächig ohne Spalt an einer sauberen Stahlfläche anliegen.

Ehrlicher Hinweis: Schon ein dünner Luftspalt – durch Lack, Schmutz, Wölbung oder eine raue Oberfläche – senkt die Haftung deutlich. Ferrit ersetzt keinen Neodym-Magneten bei tragenden oder sicherheitsrelevanten Aufgaben. Grundlagen zur Haftung: Haftkraft berechnen · Sicherheitshinweise.

Häufige Fragen zu Ferrit-Magneten (FAQ)

Woraus bestehen Ferrit-Magnete?
Aus gesintertem Hartferrit, meist Strontium- oder Bariumferrit auf Basis von Eisenoxid. Diese Rohstoffe sind günstig und reichlich verfügbar – daher der niedrige Preis.
Wie stark sind Ferrit-Magnete?
Moderat – deutlich geringer als Neodym, aber für Alltag und leichte Technik ausreichend. Die Haftung steigt mit der Kontaktfläche, mit anisotroper Güte und mit direktem, luftspaltfreiem Kontakt (Richtwerte im Datenblatt).
Rosten Ferrit-Magnete?
Nein. Ferrit ist eine Keramik und sehr korrosionsbeständig. Er benötigt keine Schutzbeschichtung und hält Feuchtigkeit gut aus – ein klarer Vorteil gegenüber unbeschichtetem Neodym.
Wie temperaturbeständig sind Ferrit-Magnete?
Sie lassen sich sortenabhängig bis etwa 250 °C einsetzen; die Curie-Temperatur liegt bei rund 450 °C. Damit sind sie hitzefester als viele Neodym-Sorten (Richtwerte).
Ferrit oder Neodym – was ist besser?
Das hängt von der Aufgabe ab. Ferrit ist günstig, rostfrei und völlig ausreichend für Alltagsaufgaben. Neodym liefert bei kleiner Bauform die deutlich höhere Haftkraft, ist aber teurer und korrosionsempfindlich.
Kann man Ferrit-Magnete bohren oder bearbeiten?
Nur eingeschränkt. Ferrit ist hart und spröde und nicht spanend bearbeitbar. Bohren oder Sägen führt zu Ausbrüchen; eine Formkorrektur ist nur durch Schleifen (mit Diamantwerkzeug) möglich.
Warum sind Ferrit-Magnete so günstig?
Weil die Rohstoffe (vor allem Eisenoxid) preiswert und weit verfügbar sind und die Herstellung durch Pressen und Sintern gut skaliert. Ferrit ist deshalb der wirtschaftlichste Dauermagnet.

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